Neuigkeiten im November
Im letzten Newsletter haben wir euch zwei wunderbare Neuigkeiten angekündigt, die wir jetzt revealen können: Wir haben einen Preis gewonnen! 🤩 Für die Preisverleihung unseres ersten deutschen Journalismuspreises ging es für uns sogar nach München. Außerdem haben wir zwei neue Podcastfolgen veröffentlicht, eine Ausstellung organisiert, waren auf zwei Panels vertreten und haben eine Förderung erhalten. Aber alles der Reihe nach...
Inselmilieu erhält Peter-Binderer-Preis! 🏆
Wir haben unseren ersten Journalismuspreis in Deutschland erhalten, denn wir wurden mit dem Peter-Binderer-Medienpreis für Effektiven Journalismus ausgezeichnet! 🎉 Als kleines Medium aus Österreich in einem Atemzug mit den weiteren starken Preisträgerinnen von FAZ, ARD Wissen & Zeit Verbrechen genannt zu werden, freut uns irrsinnig. 🥹
Den Preis für unsere Langzeitreportage „Jüdisches Leben in Wien“ haben wir Ende November in der Münchner Stadtbibliothek entgegengenommen. Die prämierte Doppelfolge erzählt die Lebensrealität jüdischer Menschen vor und nach dem 7. Oktober. Dabei geht es um Rückzug und Widerstandskraft, um Humor als Überlebensstrategie, um Identitätsfragen, Sprachlosigkeit und Mut. Um das Ringen um Normalität – und um die Hoffnung auf Dialog. Im Fokus steht die Frage: Wie schaffen wir Räume für komplexe Perspektiven und ein dialogisches Miteinander?
Aus der Laudatio der Jury:
"Tief bewegend und gleichzeitig klug reflektiert. Eigenständig, lokal begrenzt, sehr persönlich und dabei weit darüber hinaus reichend. (...) Folge 2 macht spürbar: die Verstörung einer ohnehin schon fragilen Gemeinschaft, die Verstörung der Autorinnen und die Verstörung, die auch uns Hörer:innen erfasst. Aber wie wir darüber ins Gespräch kommen, zeigen uns Jana und Yogi eben auch. Wow!"
Die Preisverleihung war zugleich ein Reportage Slam, bei dem wir über die Recherche und Produktion der Podcastfolge erzählt haben. Ein Teil des Preisgelds übrigens als Spende an die NGO Strong Minds, die in Uganda über Depressionen aufklärt und Frauen Therapieangebote ermöglicht. Dieses Konzept unterstützen wir sehr gerne! 💛
🎧 Neue Deep Dive Folge mit Jagoda Marinić
Eine neue Podcastfolge mit einem besonderen Gast, findet ihr jetzt in eurem Podcast Feed: Jagoda Marinić – Autorin, Podcasterin und Stimme unserer Zeit.
🎙️ In unserem Deep Dive sprechen wir darüber, was uns als Gesellschaft gerade beschäftigt und warum es sich lohnt, in bewegten Zeiten nicht den Mut zu verlieren. Wir reden über demokratische Verantwortung und Ohnmachtsgefühle, aber auch darüber, wie wir wieder Zugang zu unserer eigenen Wirkmacht finden. Jagoda Marinić zeigt auf, wie digitale Plattformen Empörung und Spaltung verstärken und welche Rolle der Journalismus dabei einnimmt. Uns hat vor allem Jagodas Idee der Lösungslust inspiriert: dieser Moment, in dem Denken zu Handeln wird.
In der Folge hört ihr außerdem Ausschnitte aus ihrer beeindruckenden Rede zum Abschluss des Wiener Demokratiejahres.
🎙️ Aufgenommen wurde das Gespräch im Podcaststudio der Stadt Wien – und die Folge wird ebenfalls im Stadt Wien Podcast ausgestrahlt. Wie cool! Danke an das Büro für Mitwirkung der Stadt Wien fürs möglich machen und die starke Partnerschaft in diesem Jahr.Deep Dive am Würstelstand 🌭
Im November waren mit der Künstlerin und Aktivistin Asma Aiad (Salam Oida) und der Rapperin Esra Özmen (EsRap) dort, wo Wien zusammenkommt: am Würstelstand! An Herrmann’s Würstelstand um genau zu sein. ✌️ In ihrer Arbeit beschäftigen sich die beiden mit Fragen der Repräsentation, Zugehörigkeit und Teilhabe. Bei einem Live Talk vor Publikum haben wir über die Rolle von Kunst in der Demokratie gesprochen, über das Aushalten von Unterschieden und das Schaffen von Räumen.
Wir haben Esra gefragt, wie sie damit umgeht, dass manche ihrer eigenen Fans Menschen wie sie am liebsten aus dem Land schicken würden. Asma hat uns von ihrer Ausstellung „Oida Wien! Hör zu“ erzählt, die unterrepräsentierte Stimmen hörbar machen sollte, aber nach nur sieben Tagen zerstört wurde. Das wirft die Frage auf: Welche Stimmen möchte Wien eigentlich hören - und welche nicht?
Den Live Talk vom Würstelstand könnt ihr als INSELMILIEU Podcastfolge streamen! Reinhören lohnt sich, wirklich. 👂
Ausstellung beim Abschlussfest des Wiener Demokratiejahres
Ein Fest nach einem Jahr als Demokratiehauptstadt! ✨ Zusammen mit unserem wunderbaren Partner in diesem Jahr, dem Büro für Mitwirkung, haben wir den Abschluss des Wiener Demokratiejahres gefeiert. Für uns war es auch ein Rückblick auf ein Jahr voller Begegnungen. 🌭🛟 Bei einer Ausstellung haben wir Fotos und Zitate aus den beiden Reportagen "Demokratie am Würstelstand" und "Demokratie im Freibad" gezeigt. Bei einem Podcast Listening konnten die Gäste Audiosequenzen aus beiden Reportagen anhören. Übrigens: Die Reportage aus dem Freibad wird noch vor Weihnachten erscheinen! 🩱🛟
Das Freibad wird dabei zum Spiegel der Demokratie: Ein Ort, an dem sich Menschen begegnen, Regeln aushandeln, Verantwortung teilen – und manchmal aneinandergeraten. Hier wird so manches sichtbar: Nähe und Abgrenzung, Rücksicht und Egoismus. Wir haben dafür die Kabanengemeinschaft im Gänsehäufel besucht, waren zur Demokratiefitness im Liesinger Bad und sogar beim Schwimmen im Donaukanal. Diese Folge fragt: Was können wir vom Miteinander im Freibad über Demokratie lernen?
Mit dem [AR]TWALK Favoriten auf Wiener Bühnen
Das [AR]TWALK-Projekt von LOT Produktionsstudio und Artificial Museum in Kooperation mit INSELMILIEU durfte im November gleich zwei Bühnen bespielen: Beim Festival der Lebensgeschichten haben Julia Breitkopf (Inselmilieu), Hans-Christian Hasselmann (ECHOLOT & LOT Produktionsstudio) und Daniela Weiss (Artificial Museum) auf einem Panel über digitale Erinnerungskultur gesprochen und den [AR]TWALK Favoriten vorgestellt. Gemeinsam haben wir darüber reflektiert, wie sich kollektives Erinnern verändert, wenn es virtuell, interaktiv und im Stadtraum stattfindet.
🎧 Viele Besucher:innen haben den [AR]TWALK Favoriten direkt ausprobiert. Beim Spaziergang durch den 10. Bezirk eröffneten sich über Smartphone und Kopfhörer vielfältige Stimmen, Erinnerungen und Perspektiven.
Am Panel der UNESCO Medienkonferenz
Danach war das [AR]TWALK Team beim UNESCO Medienkongress „The Future is Public“ eingeladen, um die immersiven Hörspaziergänge zwischen Journalismus, Kunst und Augmented Reality vorzustellen. 🌍 Das Projekt zeigt das Potenzial transdisziplinärer Zusammenarbeit und wie sich dadurch neue Wege für den Journalismus eröffnen.
Im Panel-Talk diskutierten wir, wie journalistische Recherche, künstlerische Intervention und digitale Technologien zu neuen, niedrigschwelligen Zugängen verschmelzen können und wie solche Formate Vertrauen, Teilhabe und Vielfalt im digitalen Zeitalter stärken 🤝💡. Das wurde sofort greifbar: Die Teilnehmenden konnten die AR-Stationen des [AR]TWALK Favoriten direkt selbst ausprobieren. 🤳
Ein großes Dankeschön an alle, die zugehört, mitdiskutiert und sich auf diese neue Form des Erzählens eingelassen haben 💛
Gefördert durch das Media Innovation Lab 🎉
INSELMILIEU Reportage darf sich über eine neue Förderung unserer journalistischen Arbeit freuen! 🥰 Nach einer intensiven Bewerbungsphase, Trial Days und zwei Pitches vor Fachjurys wurden wir gemeinsam mit fünf anderen tollen Medienprojekten in die nächste Runde des Media Innovation Lab der Mediengruppe Wiener Zeitung aufgenommen. Kriterien waren dabei unter anderem Innovationskraft, Umsetzbarkeit, Teamdynamik, Vermarktungspotenzial und Geschäftsmodell. In einem Zeitraum von neun Monaten unterstützen uns Expert:innen, Coaches und eine Förderung in der Höhe von 40.000€ bei der Weiterentwicklung unseres Medienunternehmens. 🥳
Danke, dass ihr diesen Weg mit uns geht – jeder Klick, jedes Zuhören, jede Nachricht bedeutet uns viel. 🫶
Dein Inselmilieu Team