Zwei neue Hörspaziergänge im Mai

Endlich dürfen wir ein Projekt mit euch teilen, an dem wir seit Beginn des Jahres gearbeitet haben. Wie immer geht es um vielfältige Stimmen, unerwartete Einblicke und Wien-Gefühl – diesmal allerdings in einem Kontext, der für uns Neuland ist. 👀
Wer unsere Mischung aus Stadt, Geschichten und Events mag, darf sich in diesem Monat sogar auf gleich zwei ganz unterschiedliche Hörspaziergänge freuen! 🚶‍♂️‍➡️

Bonuspunkte - Der Hörspaziergang zum ESC

 Endlich ist es soweit! 🥳 Zusammen mit der Wiener Zeitung präsentieren wir dir einen neuen Hörspaziergang, der den Eurovision Song Contest 2026 in Wien bei einem Spaziergang erlebbar macht. 🚶🏻‍♀️‍ Neu ist für uns dabei weniger das Format – Hörspaziergänge und Erlebnisjournalismus dieser Art machen wir ja schon länger. Der inhaltliche Fokus auf den Eurovision Song Contest und die Zusammenarbeit mit einem großen Medienunternehmen waren für uns aber eine neue Erfahrung. Dieses Projekt ist also auch ein Beispiel dafür, was passiert, wenn ein junges Medien-Startup auf ein traditionsreiches Haus trifft. 💥
In sechs Stationen führt „Bonuspunkte“ durch die Wiener Innenstadt und erzählt entlang ausgewählter Orte von über 70 Jahren ESC-Geschichte. An der
Wiener Staatsoper geht es um das Zusammenspiel von Hochkultur und Pop. Hör genau hin und erfahre, warum sich Oper und Pop-Spektakel oft näher sind, als man denkt! Wusstest du, dass der erste ESC in Österreich in den Festsälen der Hofburg stattfand? Am Weg dorthin erfährst du, warum du berühmten ESC-Requisiten hier viel näher bist, als du vermutest! 
Am Heldenplatz rücken die politische Dimensionen des Wettbewerbs in den Fokus. Wir sprechen über Boykotte, Doppelstandards und die Macht der Symbole auf der größten Musikbühne der Welt. Im MQ kannst du erleben, wie die Gehörlosen-Community ESC-Hits sichtbar macht: durch Gebärdensprache, Körper und Bewegung. Der Naschmarkt ist der ESC im Kleinformat: laut, bunt und herrlich vielfältig. Hier steht die kulturelle Vielfalt im Mittelpunkt, bevor du zum Abschluss in einem Herzstück der queeren Wiener Szene einkehrst. Im Café Savoy entschlüsseln wir die queeren Codes der ESC-History und feiern die schillernden Hymnen und Ikonen von heute. 
Jede Menge Bonuswissen, packende ESC Hits und Stimmen von ehemaligen Teilnehmer:innen, Fans und Expert:innen sind in dem Walk mit dabei! 🎶
Klingt spannend? Dann los! Den geobasierte Podcast kannst du sowohl direkt vor Ort als Hörspaziergang, oder auch unabhängig von deinem Standort hören! 🎸

[AR]TWALK Böhmischer Prater: Ein immersiver Hörspaziergang durch Geschichte und Gegenwart

Ein weiterer Hörspaziergang launcht diesen Mai - ein [AR]TWALK durch einen nostalgischen Ort am Laaer Berg in Favoriten. 🌳 Der Böhmische Prater, entstanden im 19. Jahrhundert als Erholungsort für die Ziegelarbeiter aus Böhmen und Mähren, ist der Schauplatz dieses neuen AR-Walks. Soundinstallationen im Wald, virtuelle Kunstwerke zwischen Bäumen und künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum: Die Route führt vom LOT in der Brotfabrik durch das Gelände des Böhmischen Praters und seine umliegende Natur. Historische Fahrgeschäfte, versteckte Winkel und charakteristische Orte des Areals werden dabei Teil eines vielschichtigen Erlebnisparcours. 🎡
Thematisch widmet sich der [AR]TWALK unter anderem der Geschichte der sogenannten Ziegelböhm – jener Arbeitsmigrant:innen, die unter ausbeuterischen Bedingungen in den Ziegelwerken am Wienerberg arbeiteten. Heute ist der Böhmische Prater ein Ort zwischen Nostalgie und Gegenwart, Heimat traditionsreicher Schaustellerfamilien und ein beliebtes Ausflugsziel. Wenn du noch nie dort warst, solltest du diese Gelegenheit unbedingt nutzen! 🧱🍦
Die ursprünglich live inszenierten ARTWALKs wurden vom Kulturverein ECHOLOT in Koproduktion mit INSELMILIEU Reportage entwickelt. Gemeinsam mit LOT Produktionsstudio und Artificial Museum wurde dieses Format weiterentwickelt: Interviews, Soundscapes und Performances wurden mittels Augmented Reality digitalisiert und als virtuelle Artefakte aufbereitet, damit du den Hörspaziergang auch jederzeit alleine machen kannst.
Von 22. bis 25. Mai 2026 startet der [AR]TWALK Böhmischer Prater mit mehreren geführten Terminen. Tickets kosten zwischen 5€ und 15€. Im Anschluss ist der Hörspaziergang dauerhaft frei zugänglich und kann jederzeit individuell begangen werden. Wenn du unsere Podcast-Reportage über den Böhmischen Prater liebst, dann solltest du dir das keinesfalls entgehen lassen!
🗓 FRI, 22.05.2026, 17:30 Uhr
🗓 SAT, 23.05.2026, 14:00 Uhr
🗓 SUN, 24.05.2026, 14:00 Uhr
🗓 MON, 25.05.2026,16:00 Uhr
Benötigt werden:
📱 Smartphone mit Internetzugang und Akku 
🎧 Kopfhörer
👀 und etwas Neugier
Hast du den [AR]TWALK Favoriten schon ausprobiert? Dieser Hörspaziergang behandelt die Lebensrealität von Jugendlichen in Favoriten und Vorurteile gegenüber dem Bezirk. Er kann bereits jederzeit individuell ausprobiert werden. Startpunkt ist der Eissalon Tichy am Reumannplatz: Rechts neben dem Eingang befindet sich die [AR]TWALK-Box an der Hauswand. Über einen QR-Code gelangst du zur browserbasierten Anwendung und können den Walk unmittelbar am eigenen Smartphone starten. Im Herbst folgt ein weiterer [AR]TWALK durch die ehemalige Ankerbrotfabrik, der sich mit ihrer Geschichte während der NS-Zeit auseinandersetzt. Alle drei digitalisierten ARTWALKs werden zudem beim Kulturfestival FAVORITE FALL präsentiert, das von 21. bis 27. September 2026 in Favoriten stattfindet.
Der [AR]TWALK ist ein Projekt von Kulturverein ECHOLOT. Konzept & Regie: Hans-Christian Hasselmann. In Kooperation mit INSELMILIEU Reportage. Digitalisierung durch LOT Produktionsstudio und Artificial Museum. 

Andere über uns ✍️👀
Wie geht innovativer Lokaljournalismus?

Als Medien-Start-up zu bestehen, ist alles andere als selbstverständlich. Und dennoch gibt es Inselmilieu Reportage seit mittlerweile sechs Jahren! Als wir mitten im ersten Lockdown 2020 die Idee zu Inselmilieu hatten, wollten wir aus unserer Bubble ausbrechen und Geschichten erzählen, die sonst niemand erzählt. Dass daraus einmal ein tragfähiges Unternehmen werden würde, von dem wir heute sogar leben können, hätten wir damals nicht gedacht.
In einem aktuellen Artikel in KOMMUNAL wirft Luis Paulitsch einen spannenden Blick auf die heimische Medienlandschaft. "Im Vergleich zu anderen Ländern gibt es hierzulande nur wenige innovative Digitalmedien, die eine Alternative zur etablierten Lokalpresse darstellen.", schreibt Luis Paulitsch und hebt Inselmilieu Reportage als Positivbeispiel hervor. Sein Fazit: Unabhängiger Lokaljournalismus braucht langfristig mehr als gute Ideen. Er braucht Menschen, die bereit sind, für seriöse Inhalte zu bezahlen. Unternehmen, die lokalen Medien den Rücken stärken. Eine Medienpolitik, die Innovation fördert.
Wir sind dankbar, dass wir auf vieles davon bereits zählen dürfen – etwa auf Förderung durch die Wiener Medieninitiative der Wirtschaftsagentur Wien sowie durch das Media Innovation Lab der Wiener Zeitung, auf Partner wie der Wiener Zeitung und dem Büro für Mitwirkung der Stadt Wien und last but not least auf euch - unsere engagierte Community. 💕 Wir haben jedenfalls noch viel vor und freuen uns sehr über diese schöne Erwähnung! 🙌

Das Jüdische Echo über unsere Langzeitreportage

Besonders schön ist auch die ausführliche Auseinandersetzung mit unserer Arbeit im Magazin Das Jüdische Echo: Auf gleich sechs Seiten widmet sich ein Beitrag von Linn Ritsch unserer Doppelfolge über jüdisches Leben in Wien vor und nach dem 7. Oktober. Der Artikel zeichnet unseren journalistischen Zugang nach – neugierig, offen und bewusst ohne vorschnelle Wertungen – und hebt die Vielstimmigkeit der porträtierten Perspektiven hervor. Im Zentrum steht, was uns bei dieser Reportage wichtig war: jüdisches Leben in Wien in seiner ganzen Komplexität sichtbar zu machen, jenseits von Klischees und vereinfachenden Erzählungen. Neben einigen Zitaten aus dem Podcast geben wir in dem Artikel Einblicke in unseren die Herausforderungen dieser besonderen Reportage.
Die Folge noch nicht gehört? Dann klick doch hier!

Woran wir gerade arbeiten

Mit Unterstützung der Medienprojektförderung der Wirtschaftsagentur Wien und des Media Innovation Labs der Wiener Zeitung arbeiten wir aktuell einem neuen, umfangreicheren Projekt, über das wir noch nicht zu viel verraten wollen. Unter dem Arbeitstitel "Die Lücke" entsteht eine interaktive Reportage im Stadtraum, die reale Orte mit erzählten Geschichten verbindet. Unser Zugang: Abwesenheit sichtbar machen – nicht im Sinne eines klassischen Gedenkens, sondern als spürbare Leerstelle im urbanen Raum. Durch das Zusammenspiel von Audio, Augmented Reality und interaktiven Elementen entsteht eine Erfahrung, die sich erst vor Ort vollständig entfaltet. Mehr dazu können wir dir voraussichtlich im nächsten Newsletter erzählen!
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Zwei neue Podcastfolgen